Unser Stamm

Colonel Baden-Powell um 1899

Die Pfadfindermethode

Eine der Grundideen hinter dem Pfadfindertum wurde von Lord Baden-Powell in den 1870er-Jahren in Indien entwickelt. Er fasste die ihm untergebenen Soldaten in kleine Gruppen zusammen, die für sich selbst die Verantwortung übernehmen und einen Anführer aus ihren eigenen Reihen bestimmen. So förderte er Verantwortungsbewusstsein und eigenständiges Denken.
Diese Prinzipien fasste er zusammen mit praktischen Dingen wie Spurenlesen in einem militärischen Lehrbuch zusammen. Im Lauf der Jahre wandelte er sich jedoch vom Kriegshelden zum Kriegsgegner. So war er erschreckt, als er feststellte, dass Jugendliche nach seinem Armee-Lehrbuch voller Begeisterung „Pfadfinder“ spielten.
Daher entwickelte er kurz vor seiner Pensionierung seine Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe und veranstaltete im Sommer 1907 das erste Jugendzeltlager. 1908 veröffentlichte er das pädagigischen Werk „Scouting for Boys“.


Das pädagogische Prinzip der kleinen Gruppen

Das Pfadfinder-Prinzip der „kleinen Gruppe“ ermöglicht, dass sich alle Gruppenmitglieder intensiv kennen lernen und zueinander Vertrauen aufbauen. Die Leiterin oder der Leiter kann in einer kleinen Gruppe gut auf den Charakter jedes einzelnen „Grüpplings“ eingehen („look at the child“). Durch die Einteilung in verschiedene Altersstufen kann ein altersgerechtes Programm gestaltet werden, das auf die Fähigkeiten der jeweiligen Gruppe angepasst ist.


Das DPSG-Pfadfindergesetz: Als Pfadfinder:in

…gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt.

…bin ich höflich und helfe da, wo es notwendig ist.

sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage.

…lebe ich einfach und umweltbewusst.

…stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben.



Es gibt ein weiteres, ungeschriebenes Pfadfindergesetz, nämlich: „Ein Pfadfinder ist kein Narr“.

Robert Lord Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung